Über mich

Ich liebe wilde Wälder, den Duft von Baumharz und feuchter Erde, goldverfärbte Lärchen, durch Regenpfützen oder Laub zu schlurfen, den Ruf der Kraniche, inspirierende Gespräche, das Knacken von Kaffeebohnen, Grizzlybären, majestätische Berge und leckeren Kuchen. Ich liebe es zu lachen. Man erkennt mich sogar ungesehen an meinem Lachen. 

Als Führungskraft und in Vertriebspositionen der IT-Branche funktionierte ich lange Jahre als sehr erfolgreiche, effiziente FGV (Femme à Grande Vitesse). Ohne darüber nachzudenken, habe ich einfach funktioniert, mich verausgabt, meine eigenen Grenzen nicht wahrgenommen. Unglaublich, ich dachte tatsächlich, ich sei Superwoman. Mit der Zeit schrie es dann immer lauter und schmerzlicher in mir, ob das alles ist im Leben. Der innere Ruf war damals kaum noch auszuhalten, doch heute bin ich dafür sehr dankbar.

Äusserst wohl überlegt, kündigte ich dann mit 38 eine sehr gute Stelle in einem grossartigen Software-Unternehmen. Ich nahm mir Zeit für mich – welch Luxus! So schlug ich einen mir noch völlig unbekannten neuen Weg ein: entschleunigter, achtsamer mit mir selbst und bewusster mit meinem Leben.

Der Einstieg in meinen Sabbatical waren 450km zu Fuss vom Bodensee zum Genfer See – über Berge, durch Täler, wie im wahren Leben. Nichts lief auf dem Weg so richtig, es regnete Tag für Tag, der neue Wanderstiefel war defekt, mein linker Fuss immer nass, mein Freund verabschiedete sich telefonisch aus meinem Leben, Wege waren nicht passierbar und Hänge abgerutscht, ich ausgerutscht, Flöhe geholt, … und immer wieder bin ich zur rechten Zeit herzensguten Menschen begegnet, die mir halfen und mich ermutigten, weiterzugehen.

Danach stellte ich mir ganz wesentliche Fragen, wie:
Was ist mir wirklich wichtig? Was tut mir wirklich gut? Was will ich überhaupt? Was möchte ich noch erleben in meinem Leben? Was brauche ich? Wovon befreie ich mich? Was will ich stattdessen? Wie komme ich dahin? …

Ein sehr lohnenswerter Weg. Ich fand Orientierung, Klarheit, meine Richtung und meine Ziele. Ich lernte, zu mir zu stehen, auf mich selbst zu hören, meine innere Wahrheit zu leben, meine Grenzen zu achten, meinen Weg in meinem Tempo zu gehen, um Hilfe zu bitten, mir selbst und dem Leben zu vertrauen, mein feines Gespür nicht mehr als Last, sondern als Gabe zu sehen, meiner Intuition zu folgen. Und ich lerne jeden Tag dazu, übe und reife.

Trotz alledem bin ich manchmal immer noch zu schnell unterwegs. Es ist ja auch ein Weg vom strammen Stechschritt im Anzug, mit Handtäschchen und Stöckelschuhen hin zum gesunden Tempo „auf Waldwegen“.

Ich liebe was ich tue.

Für die, die noch gerne etwas über meinen beruflichen Weg wissen möchten:

1990 kaufmännische Lehre, danach Vertriebsinnendienst in der Verpackungsbranche im Vogelsberg
1995 Marketing für Clearasil und Oil of Olaz bei Procter & Gamble im Taunus
1997 Umzug nach Irland, Mitaufbau des Callcenters von United Airlines
1998 abgeworben von Oracle Ireland Ltd. in den Vertriebsinnendienst
2001 mit Oracle von Irland nach Deutschland als Führungskraft im Vertriebsaussendienst, im Partner Management und danach im Account Management Financial Services
2007 Wechsel zu SAP in die Schweiz als Alliance Manager
mittlerweile auf Gratwanderung zum Burnout
2010 ich kündigte, nahm mir meinen Sabbatical, Neustart auf meinem neuen Weg als Coach und Trainerin unterwegs „auf Waldwegen“

Meine Ausbildungen und Weiterbildungen für meinen neuen beruflichen Weg:
2003 Ausbildung zur Trainerin
2007 Diplom systemischer Coach, danach 2 Vertiefungsdiplome im Coaching
2010 Stressmanagement Trainer und Burnoutprophylaxe Coach
2013 Meditationslehrer
2014 Achtsamkeitscoach
2016 Wildnispädagogin und Coyote Teaching
2017 Mindfulness „Search Inside Yourself“
2018 und 2019 Forest Bathing Guide (WALDbaden)
2019 moderner Schamanismus